Häufige Fragen


Woran erkennt man, ob ein Coach zu einem passt?


Gute Entscheidungen basieren auf einer Stimmigkeit aller drei Intelligenzen, der Kopf-, Herz- und Bauchintelligenz. In einem Kennernlerngespräch zwischen Coach und Coachee kommt es also nicht nur darauf an, ob der / die Coach die Situation und das Ziel des Coachee versteht und sich in die Thematik sowie den Kontext reindenken kann, sondern auch, ob das gewünschte Maß zwischen sich-gut-aufgehoben-fühlen und zu-Entwicklung-herausgefordert-werden spürbar ist. Meist spürt man es eher als dass man es kognitiv weiß, ob man bei dieser Person sein kann, wie und wo man ist, und ob man hier auch wachsen kann. 

Wie läuft es ab, wenn man ein Coaching möchte?


Vor der Entscheidung für einen Coach sollte man die Möglichkeit haben, den / die Coach kennenzulernen, idealerweise in einem persönlichen Gespräch, aber es geht auch virtuell.

Neben dem gegenseitigen Kennenlernen können die Ziele für das Coaching, der Rahmen (Zeit, Termine, Dauer, Ort, Dokumentation, Aufgaben, Modus der Gespräche) sowie anstehende Fragen geklärt werden. Hier kann auch erläutert werden, welche Anliegen sich eher für ein Training, eine Beratung oder eine Therapie eignen und für welche Anliegen Coaching das passende Format ist.

Wie lange dauert ein Coaching?


Wie lange ein Coaching dauert, können sowohl Coach als auch Coachee vorher nicht wissen. Dies liegt daran, dass für beide die Komplexität der Thematik und Situation, die äußeren und inneren Hürden, die Entscheidungs- und Umsetzungsfähigkeit und -möglichkeiten erst in der Detailarbeit erkennbar sind.

Dennoch kann ein Rahmen definiert werden, der eine Orientierung darstellt. So kann – falls das Thema bis zu dessen Ende noch nicht abgeschlossen ist – sich das Coaching darauf ausrichten, wie der / die Coachee ohne Coach danach weiter daran arbeiten kann.

Was macht einen guten Coach aus?


Je tiefer und ernsthafter ein / eine Coach Selbsterfahrungsarbeit gemacht hat, umso klarer und hilfreicher kann er arbeiten.

Die Fähigkeit, strukturiert zu denken und auf zwei Meta-Ebenen zu denken, ist ebenfalls sehr hilfreich für den Prozess und den / die Coachee.

Virtuosität im Coaching zeigt sich, wenn der / die Coach Tools nicht anwendet, weil sie / er es gelernt hat, sondern frei davon ist, überhaupt welche nutzen zu müssen. Dadurch entsteht eine fast künstlerische Freiheit, die Ansätze und Tools so verändert, dass sie optimal zu der Person und der besprochenen Thematik passen.

Was sind ethisch wichtige Aspekte im Coaching?


Je mehr ein / eine Coach frei von eigenen Ego-Bedürfnissen ist, umso weniger begrenzen Wille und Bewertung die erwünschte Entwicklung. 

Welche Haltung hat ein / eine Coach gegenüber unerwünschten oder suboptimalen Zuständen? Kann sie / er Klarheit und Differenzierung ermöglichen, ohne abzuwerten? Von wo soll ein Mensch den nächsten Schritt gehen, wenn er nicht da sein darf, wo er ist?

Ebenso wichtig ist die Bescheidenheit bezüglich der eigenen Rolle. Diese wirkt sich positiv auf den Freiraum des Coachee aus, das Ergebnis so zu erschaffen, wie es wirklich für sie / ihn passt. Auch die Grenzen von Einfluss werden dann achtsamer gewahrt. 

Wie jeder andere Beruf auch, in dem man mit Menschen arbeitet, braucht es Verantwortung für den eigenen Einfluss auf den Menschen im eigenen Tun sowie im Unterlassen. Diese Verantwortung bewirkt ein Mitdenken, Nachdenken und Vorausdenken sowie ein Mitfühlen. 

Vertraulichkeit ist natürlich das höchste Gut. Diese gilt nicht nur gegenüber dem Umfeld des Coachee, sondern auch gegenüber dem Umfeld des Coaches.

Was unterscheidet Coaching von Beratung, Training und Therapie?


Im Coaching geht man davon aus, dass die / der Coachee selbst die für sie / ihn passenden Ansätze und Lösungen finden kann und in seiner / ihrer Selbststeuerungsfähigkeit nicht eingeschränkt ist. Coaching unterstützt diese Fähigkeit durch gezielte Fragen, Perspektivenwechsel, Metaphern und vieles anderes mehr.

Therapie richtet sich auf psychische Belastungen durch Themen aus der Vergangenheit. Diese können im Coaching nur in ihren Auswirkungen auf die Gegenwart betrachtet, nicht aber im Sinne einer Vergangenheitsbewältigung ´geheilt´ werden. 

Beratung bietet Fachkompetenz für eine Fragestellung oder ein Problem bzw. Ziel, das nicht völlig fallspezifisch ist. Beratung basiert auf der „Richtigkeit“ des Rats. Coaching hat keine Richtigkeiten. Im Coaching kann nur der / die Coachee erkennen, ob die gemeinsam gefundene Lösung angemessen und hilfreich erscheint.

Training bietet Inputs und Übungsmöglichkeiten, die i.d.R. der Trainer / die Trainerin vorgibt.